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Der See Genezareth in Galiläa ist ein großer Binnensee, etwa 23 Kilometer lang und bis zu 46 Meter tief. In dem See gibt es viele Fischarten, die für den Verkauf gefangen werden. Lappentaucher und Pelikane, Schildkröten, Wasserschildkröten und Flusskrebse leben in großer Zahl an dem See, dem wichtigsten Trinkwasser-Reservoir Israels. Er wird vom Jordan gespeist, der von Norden in ihn mündet. Im Süden gibt der See sein Wasser weiter, und der Jordan leitet es etwa 105 Kilometer bis zum Toten Meer. Das Tote Meer hat noch weitere Zuflüsse, aber keinen Abfluss. Es behält alles, was es bekommt, für sich. Deshalb ist der Salzgehalt dieses Gewässers sechsmal so hoch wie im Ozean. Der See enthält mit Ausnahme einiger Mikroorganismen kein Leben. Auch Meeresfische können in seinem Wasser nur kurze Zeit überleben. Der reichste See der Welt (wenn man nach Mineralien und Salzen sucht) ist zugleich der ärmste See der Welt, wenn man das Leben darin betrachtet: ein totes Meer. Die Bibel erinnert uns immer wieder daran, dass man durch Schenken und Weitergeben reich wird, nicht durch Behalten!
„Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein andrer kargt, wo er nicht soll, und wird doch ärmer.“ [Sprüche 11,24]
Schön, wenn sich Menschen ab und zu von dem Leid anderer verleiten lassen, etwas abzugeben und zu helfen. Aber Gottes Wunsch ist es, dass Nehmen und Geben, die Frage „wem kann und soll ich helfen mit meinem Geld, meiner Zeit, meinen Fähigkeiten?“ zu einer Lebenshaltung werden. Dafür schenkte Gott uns allen viel mehr, als wir selbst brauchen! Was wollen Sie sein: See Genezareth oder Totes Meer?
Herzlich grüßt Sie Ihr Pfarrer Ludwig Seltmann
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